Erinnerungen an Johannes Messner

von Lorant Racz

Den standhaften Vertreter der Wiener Schule des Naturrechts, Johannes Messner, in der Kürze eines Beitrages zu charakterisieren ist nicht nur unmöglich, sondern wäre seiner auch unwürdig.

Daher wird der Versuch unternommen, Johannes Messner durch jene Geistesströmungen, Persönlichkeiten bzw. durch die zu seinen Lebzeiten herrschende Gesellschaftspolitik zu skizzieren.

Noch unter  dem Eindruck der kürzlich besuchten Aufführung des Dramas „Die letzten Tage der Menschheit“  von Karl Kraus tauchen  Erinnerungen und Gesichter auf: Dezember 1956 – heimatlos, obdachlos, keinen Groschen in der Tasche wird der Verfasser dieser Zeilen von hilfsbereiten, liebevollen Studenten in ein neu errichtetes Studentenheim der Caritas gelotst und dem anwesenden Direktor der Caritas, Dr. Leopold Ungar vorgestellt. Die hilfsbereite Freundlichkeit, gepaart mit einer intellektuellen Ausstrahlung dieses Priesters war beeindruckend. Wie sich später herausstellen sollte, war es genau dieser Priester, der 1991 anlässlich des 100. Geburtstages von Johannes Messner eine nach diesem benannte Gesellschaft, die „Johannes Messner Gesellschaft“ gründete. „Erinnerungen an Johannes Messner“ weiterlesen

Lesezirkel über Johannes Messner initiiert

Josef Spindelböck

Am Freitag, dem 16. März 2018, von 17.00 bis 18.30 Uhr, fand zum ersten Mal ein Treffen des neu initiierten Lesekreises der Werke des am 12. Februar 1984 in Wien verstorbenen Priesters und Sozialethikers Johannes Messner statt.

In den Räumlichkeiten des Instituts für Ehe und Familie (IEF) in Wien, Spiegelgasse 3, trafen sich unter Leitung von Hochschulprofessor Dr. theol. habil. Josef Spindelböck (St. Pölten) – der die Präsidentin der Johannes-Messner-Gesellschaft Frau Dr. Maria Raphaela Hölscher vertrat – noch drei weitere Personen: Mag. Johannes Reinprecht, Dr. Johannes Berchtold und Mag. Helmut Griesser. „Lesezirkel über Johannes Messner initiiert“ weiterlesen

VfGH und das „Dritte Geschlecht“ 

Für die Öffentlichkeit überraschend ist am 15.6.2018 ein Urteil des VfGH zur Möglichkeit der Eintragung eines „Dritten Geschlechts in Urkunden“ veröffentlicht worden, dazu eine Stellungnahme der „Plattform Christdemokratie“.

VfGH und das „Dritte Geschlecht“ 

  1. Juli 2018

Letzten Freitag, zu Beginn der Sommerferien, wurde die Entscheidung des österreichischen Verfassungsgerichtshofes (VfGH) vom 15. Juni 2018 zum Thema „Intersexualität und adäquate Bezeichnung“ bekannt. Der VfGH ordnet die Möglichkeit der Eintragung eines Dritten Geschlechts“ in Urkunden an.  Nach dem Erkenntnis zur Öffnung der Ehe „für alle“ hat der VfGH nun innerhalb weniger Monate eine Entscheidung getroffen, die unter Umständen die gesamte Gesellschaft prägen wird und bisherigen Normen sowie der Wirklichkeit widerspricht, denn, wie Christian Spaemann schreibt, „da es von Natur aus nur zwei Geschlechter gibt, auf deren Beziehung das Leben von uns allen beruht, wird es auch in Zukunft nur diese zwei Geschlechter geben“. „VfGH und das „Dritte Geschlecht“ „ weiterlesen

Ein Blick in die heutige Gesellschaft – Versuch einer Antwort

Dr. Maria Raphaela Hölscher

Im Artikel „Kranke Gesellschaft“ in Die Tagespost[1] stellt Stephan Baier die Frage, ob in der heutigen Gesellschaft psychische Störungen zunehmen oder wir bloß immer mehr verweichlichen. Insbesondere die Auswirkungen des Umgangs mit Internet und Smartphone werden von Fachleuten in dem Artikel beschrieben, im Folgenden einige Aussagen.

Samuel Pfeifer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in der Schweiz, bemerkt, dass es in den vergangenen Jahren einen unglaublichen Einschnitt durch das Smartphone gegeben habe. Eine enorme Flut würde auf jeden einprasseln und habe eine Beschleunigung des Lebens bewirkt.

Bei jungen Menschen, die mit diesen Technologien aufwachsen, wäre eine Überforderung bemerkbar, ihr Gehirn wäre auf oberflächliche ständige Kommunikation und Informationsverarbeitung fokussiert, für das reale Leben wäre zu wenig Zeit. „Ein Blick in die heutige Gesellschaft – Versuch einer Antwort“ weiterlesen

Sollen Christen Kreuze auf- oder abhängen?

Prof. DDr. Elmar Nass, Fürth

Prof. Nass

Da haben wir wieder mal das Kreuz mit dem Kreuz. Landauf, landab wird jetzt in Deutschland – nach der jüngsten bayerischen Verordnung zur Kreuzpflicht in öffentlichen Einrichtungen – auch unter Christen emotional diskutiert, welche Öffentlichkeit denn dieses Symbol bei uns verdient. Und die Wette gewinnt wohl der, der darauf setzt, dass schon bald die Gerichte darüber befinden, wie der Staat es bitte mit seiner religiösen Neutralität halten solle. Ob also diese Pflicht lange rechtswirksam bleibt? Das ist die eine Frage. Wie sollen sich Christen dazu stellen? Das ist die andere Frage. Sollen die Kreuze hin oder weg? Dieser Frage möchte ich nachgehen, hat sich doch soeben der Apostolische Nuntius von Österreich dazu in den Medien deutlich positioniert.

Ich werfe 1.) zunächst einmal einen Blick darauf, was das Kreuz für uns Christen vor allem bedeutet. Dann nehme ich 2.) die kritischen Reaktionen und Befürchtungen sowie die bisher zu hörenden Positionen dazu aus der Kirche in den Blick, die der Nuntius ja aufs Korn nimmt. Anschließend stelle ich 3.) einmal Argumente diesen Kritiken gegenüber und komme dann 4.) zu einem Schlussfazit als Antwort auf meiner Frage. „Sollen Christen Kreuze auf- oder abhängen?“ weiterlesen