Musikale Lesung

Am 08.11.2019 fand im Kapitelsaal des Salvatorianerklosters in der

Habsburgergasse, Wien, „eine musikalische Lesung“ statt, um das Andenken an Johannes Messner, einem wesentlichen Vertreter des klassischen Naturrechts, aufrecht zu erhalten.

Bei der Veranstaltung wurde der Naturliebhaber und kunstsinnige Mensch Johannes Messner einem interessierten Publikum, unter ihm der Ehrenpräsident der Johannes-Messner-Gesellschaft Altbischof DDr. Klaus Küng, vorgestellt.

Zwei Lesungen, die sich mit der Liebe von Johannes Messner zur „Musik“ und „Kultur“ befassten – vorgetragen von Prof.(em.) Dr. Rudolf Messner und Dr. Helmut Wohnout – zeigten eindrucksvoll, woher Messner unter anderem die Kraft für sein umfangreiches Schaffen schöpfte.

Durch die ausgezeichnet dargebotenen Musikpassagen aus „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn sowie die „Hoffnungsarie“ der Leonore aus „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven, der „Melodie des Lebens von Johannes Messner“  – interpretiert von Susanne Ebenbauer, begleitet von Elke Eckersdorfer am Klavier – erhielt die Veranstaltung ein besonders feierlichen, beeindruckenden  Abschluss.

Generalversammlung

Am  15. Februar 2019 findet die Generalversammlung der Johannes-Messner-Gesellschaft statt.

Programm:

17.00 Uhr Hl. Messe in St. Peter mit Bischof Dr. Klaus Küng

anschl. Imbiss in den Räumen des Instituts für Ehe und Familie IEF, Spiegelgasse 3/8, 1010 Wien

18.30 Uhr Beginn der Generalversammlung

 

„Ehe für alle“ und das „dritte Geschlecht“ im Zeichen des Naturrechts

Johannes Moravitz, MA

„Wenn die Welt einmal untergehen sollte, ziehe ich nach Wien, denn dort passiert alles fünfzig Jahre später“, so der österreichische Komponist Gustav Mahler. Anlehnend daran lässt sich sagen: „Alles, was in der Welt geschieht, wird auch in Wien passieren.“ Dies gilt heutzutage besonders für Naturrecht und christliche Moral untergrabende Gesetze. Ein Jahr, nachdem in Deutschland die sogenannte „Ehe für alle“ und das „Dritte Geschlecht“ ins Gesetz Eingang gefunden haben, finden wir uns in Österreich in derselben Situation.

Wie konnte es soweit kommen?

Anders als in anderen Ländern, leitete in Österreich der Verfassungsgerichtshof und nicht der Gesetzesgeber beide Vorhaben ein. Dies darf jedoch nicht überbewertet werden. Denn der politische Unwille, Regeln zu treffen, um Ehe und die Geschlechterdualität abzusichern, bestätigt schließlich nur den Verdacht, dass das Wissen um deren Bedeutung für Staat und Gesellschaft in großen Teilen der Bevölkerung nicht mehr vorhanden ist. Ein genaues Lesen der beiden Urteile zeigt auf, wie sehr der moderne Mensch das Bewusstsein um das Naturrecht verloren hat. So heißt es etwa in der Begründung zur Öffnung der Ehe „für alle“, dass die Ehe von Mann und Frau und die Beziehung eines homosexuellen Paares „ihrem Wesen und ihrer Bedeutung für den individuellen Menschen grundsätzlich gleich sind“ und „intentional von den gleichen Werten getragen sind“. Noch merkwürdiger mutet die Begründung der Gleichheit beider Formen von Beziehung in Bezug auf Elternschaft an: „Die jüngere Rechtsentwicklung ermöglicht auch eine gemeinsame Elternschaft gleichgeschlechtlicher Paare: Gleichgeschlechtliche Paare dürfen Kinder (gemeinsam) adoptieren […] und – im Rahmen der zulässigen Formen medizinisch unterstützter Fortpflanzung – zur Welt bringen.“ „„Ehe für alle“ und das „dritte Geschlecht“ im Zeichen des Naturrechts“ weiterlesen

Aktuelle Veröffentlichungen zum Naturrecht

Von Dr. Christian Machek


Das Naturrecht, antiquiert und nicht mehr aktuell? Mitnichten, wie Veröffentlichungen der jüngsten Vergangenheit beweisen. So veröffentlichte die Neue Ordnung (Leiter: Pater Wolfgang Ockenfels OP, Institut für Gesellschaftswissenschaften, Bonn) im Februar dieses Jahres ein Sonderheft zum Thema Naturrecht und Menschenwürde. Zehn Autoren beleuchten in diesem Heft, das anlässlich des Todes von Kardinal Meisner veröffentlicht wurde, das Naturrecht aus verschiedenen Blickwinkeln, in dem grundlegende Begriffe dargelegt werden (Menschenwürde, Ehe, Familie, Recht, etc.) und neue Herausforderungen erörtert werden (Begründung der Menschenrechte in Zeiten der Globalisierung, Posthumanismus als Herausforderung für das christliche Menschenbild). Das Werk Johannes Messners erfährt in dieser Veröffentlichung eine eigene Würdigung. „Aktuelle Veröffentlichungen zum Naturrecht“ weiterlesen